An der Mündung des Flusses Anllóns liegt das Herrenhaus, in dem Eduardo Pondal 1835 geboren wurde. Dieser Dichter, ein Zeitgenosse von Rosalía de Castro und Curros Enriquez, beschrieb die Schönheiten des Landes der Bergantiños wie kein anderer. Zusammen mit Manuel Murguía ist er ein überzeugter Verfechter der keltischen Vergangenheit Galiciens. Die Pondaliana-Route beginnt dort und führt nach Monte Branco, wo sie das gesamte Werk des Dichters aus Ponteceso Revue passieren lässt.
Pondal war ein Dichter der Freiheit, der sich danach sehnte, ein Volk zu erziehen, und der sich an einer Vergangenheit orientierte, die er sich frei und unabhängig vorstellte. Pondals Gedichte schlagen eine Erneuerung der Geschichte vor. Da von der keltischen Vergangenheit nur vage Spuren erhalten sind, versucht Pondal, sie zu ergründen. Er liest die großen Autoren und kreiert einen fragmentarischen, geschichtsfernen, unbestimmten Mythos um zwei Archetypen: den Helden und den Barden. So erschafft er eine Vergangenheit von großer Schönheit und außergewöhnlicher Aussagekraft.
Pondal, der offizielle Dichter der Regionalbewegung, wird sein Werk auf die Wiederbelebung der galicischen Sprache und Kultur und die entschlossene Verteidigung der Freiheit unseres Volkes ausrichten. Sein im Grunde episches Werk wird einheimische Mythen aufspüren, die die galicische Gemeinschaft dazu aufrufen, sich für ihre Zukunft einzusetzen. Pondal ist auch ein hervorragender Förderer der Lyrik und lässt die Landschaften der Region wieder aufleben. (Quelle: Galipedia)
Ein Teil seines Gedichts „Queixume dos Pinos“, begleitet von der Musik von Pascual Veiga, enthält den Text der galicischen Hymne und bildet das i-Tüpfelchen dieser schönen Zeit, die wir in Niñóns begonnen hatten.
¿Qué din os rumorosos
na costa verdecente
ao raio transparente
do prácido luar?
¿Qué din as altas copas
de escuro arume arpado
co seu ben compasado
monótono fungar?
Do teu verdor cinguido
e de benignos astros
confín dos verdes castros
e valeroso chan,
non des a esquecemento
da inxuria o rudo encono;
desperta do teu sono
fogar de Breogán.
Was sagen die Flüsterer
am grünen Ufer
im transparenten Strahl
des ruhigen Mondlichts?
Was sagen die hohen Baumwipfel
mit ihren dunklen, harfenartigen Kiefernblättern
mit ihrem wohlgestimmten
monotonen Summen?
Von deinem umgürteten Grün
und den gütigen Sternen
an der Grenze der grünen Hügelfestungen
und des tapferen Clans,
gebe dich nicht der Vergessenheit
der Beleidigung bis hin zu roher Bitterkeit;
wache aus deinem Schlaf
in deiner Heimat Breogán.